



Winterexpedition Bottnischer Meerbusen Januar 2025
Wintersinfonie von Eis, Schnee und Licht Eine Reiseerlebnis mit der Hanseatic spirit zwischen dem 55. und 69. Breitengrad
Einmal den Winter hautnah in einer der zauberhaftesten Sphäre im hohen Norden auf der Ostsee erleben und das mit einem Schiff der Eis- und Extraklasse – der Hanseatic spirit. Wir zögerten nicht lange als diese Reise fast noch taufrisch über unser Reisebüro Reudnitzer Reisen buchbar war.
Nach all dem alljährlich wiederkehrendem Trubel zum Jahreswechsel, das Jahr einmal anders beginnen – ohne Termine, ruhig und voller Vorfreude auf ein Reiseabenteuer in Lappland. Was wir erleben durften, was wir an Erfahrung gesammelt haben, welche Geheimtipps wir euch weitersagen möchten – lest nun.

Auf nach Hamburg – Auf- und angeregt
Im pulsierenden Hamburg lag unser modernes Expeditionsschiff ganz gelassen, freundlich lächelte es durch die große Wartehalle allen entgegen. Wie eine Miniaturausgabe wirkt es, wenn man es mit all den großen Kreuzfahrtriesen vergleicht. Wippend spürbar war die Vorfreude der 198 Gäste beim Lauf über die Gangway. Nach einem herzlichen Empfang durch die Crew und einer kurzen Einweisung setzten wir die Segel in Richtung Norden. Die Abendlichter spiegelten sich im Elbwasser und schauten uns wehmütig hinterher. Schwebend, nicht wahrnehmbar steuerte unser Kapitän Axel Engeldrum sein Schiff die Elbe entlang und die Spannung auf die bevorstehenden Erlebnisse in Finnisch Lappland lag geheimnisvoll über Deck.
Auf See – Entspannung
Die Tage waren dem Erkunden des Schiffes und den Vorbereitungen auf die kommenden Abenteuer gewidmet. Haben wir alle Ausflüge gebucht? Das Angebot ist ja so vielseitig. Ob, Stadtführungen, Schlossbesichtigungen in Stockholm und Kopenhagen abseits der Hochsaison. Spannende Outdoor-Erlebnisse, aktiv mit Schneeschuhen durch die verschneite Landschaft wandern, eine Schneemobilsafari oder doch eine Hundeschlittentour und auf dem Schiff gibt es auch noch viel zu entdecken. Die eigene Akademie mit einer digitalen Bibliothek, Mikroskope für eigene Studien von Inklusen oder all die kulinarischen Freuden in der Observationlounge bei bestem Panorama-Ausblick umgeben von der netten Crew von Hapag Lloyd, die darauf spezialisiert ist, uns so richtig zu verwöhnen.
Wir genossen den Blick über das weite Wasser, all die Annehmlichkeiten an Bord, darunter ein Spa-Bereich mit Sauna und Außenpool. Lauschten dem ersten informativen Vortrag über Eisschilde als Landschaftsgestalter der Nordhemnisphäre mit der Geologin Frau Heike Fries. All dies steigerte die Vorfreude auf die bevorstehenden Erkundungen um ein Weiteres. Nach den Gaumenfreuden am Abend im Hanseatic Restaurant und dem rundum Service des gesamten Teams, im Besonderen den freundlichen Herren Norick, John und Nevzat, die um unseren Tisch tanzten, um uns jeden Wunsch von den Lippen abzulesen, setzte sich ein Wohlgefühl der Tiefenentspannung ein und wir träumten in unserem bequemen Bett von den bevorstehenden Abenteuern.

Am Kay in Stockholm – Geschichte(n) einer Stadt
Leicht schneebedeckt ragte uns am Morgen die Hauptstadt Schwedens, Stockholm, majestätisch entgegen. Die malerische Stadt, die im Winter in ein zauberhaftes Märchen verwandelt war erkundeten wir heute mit einer einheimischen Stadtführerin zu Fuß. Sie führte uns durch den historischen Stadtkern, durch enge Gassen und lud uns in die urigsten Lokale unter der Stadt, die ihre eigenen Geschichten erzählen zu Punsch und Zimtplätzchen ein. Entlang der farbenfrohen Sehenswürdigkeiten ging es zum Abschluss noch in das Schloss – ein märchenhaftes Anwesen der Königsfamilien von einst und heute. Wieder an Bord spiegelten sich zum Abschied warmherzig und
ganz leise die Lichter der Stadt im Wasser und erzählten sich ihre Geschichten von Begebenheiten, die sie kommen, gehen und fahren sehen, Tag ein, Tag aus.
Luleå – ein zauberhaftes Eismärchen – Herzklopfen
Während wir uns weiter auf die Reise auf unserem nächtlichen Kurs nach Luleå begaben stieg die Spannung – die Nacht wechselte ihr beeindruckendes Farbenspiel am Himmel von Indigoblau ins Nachtblau, die Temperaturen sanken immer weiter und die Eisplatten raunten schon leise in der Ferne mit ihrem klirrend eisigen Klang. Die sanften Wellen begleiteten, bei halboffener Balkontür, unseren Schlaf, draußen und drinnen knisterte die Stimmung zunehmend. Dann endlich kam das Signal vom Käpt`n – Polarlichter ganz schwach und dazu ein sagenhaft großartiger Mond. Dick eingepackt ging es noch halb verschlafen mit Herzklopfen und Kamera, bei minus 15 Grad, vor zum Bug. Die See war getaucht in nachtschwarz und wie eine Laterne hing der Vollmond über ihr, die Eisschollen reflektierten behutsam das Mondlicht, welches mit seinem Schein weit hinüber zu unserem Schiff leuchtete, als wolle es uns den Weg weisen. Das erste Eis unter dem Schiff machte Platz – noch….Weiter mit Kurs auf Luleå – ging ohne Eisbrecher erst einmal nichts mehr, die zugefrorene Ostsee umschloss immer mehr unser Schiff. Unser Kapitän Alex entspannte die Situation, mit der Ansage: „Eisbrecher in Sicht“. Während der Wartezeit ruckte das eiserprobte Schiff vor und zurück, versuchte sich einen Weg durch das Meereis in die nebenstehende Fahrrinne zu bahnen, was gelang.





Der Eisbrecher kam schnell und sicherte den Weg mit den Lotsen nach Luleå. Alles lief nach Plan und wir konnten all die Möglichkeiten, die Stadt Luleå zu erkunden nutzen. Die Stadt von Eis und Schnee umgeben, breitete sich vor uns, wie ein zauberhaftes Märchen aus. Wie Kinder rutschten wir über das Eis – liefen durch die liebevoll weihnachtlich geschmückten Straßen. Freundliche Menschen grüßten uns, obwohl sie uns nicht kannten, was es nicht alles noch gibt – ein Wunder oder einfach nur selbstverständlich gastfreundlich… und wenn man noch bei strahlendem Sonnenschein über Wasser, hier nun die zugefrorene Ostsee, gemeinsam laufen kann, ist das einfach unbezahlbar!
Am nächsten Morgen besuchten wir das UNESCO-Weltkulturerbe Gammelstad, eine charmante alte Stadt im Norden Schwedens. Hier erkundeten wir das ehemalige Kirchendorf, mit seinen historischen roten Holzhäusern. Die Kälte war beißend, aber die Schönheit des schneebedeckten Dorfes, mit den kleinen roten Häuschen machte alles wett. Danach ging es weiter in eine atemberaubende Landschaft mit Wasserfällen, die ihre ganz eigenen Eisskulpturen kreieren. In das Gebiet mit den Stromschnellen von Storfosen, welches ein Naturreservat ist, welches durch Wege und Holzstege zu begehen ist. An offenen Feuerstellen hielten wir uns bei Punsch und den landestypischen Zimtschnecken auf und wärmten uns auf, während unser Atem mit der klirrenden Luft spielte. Am Abend in unserer komfortablen Kabine ließen wir die friedliche Atmosphäre der Landschaft Revue passieren und horchten der Ansage, die plötzlich die Stille durchbrach…Polarlichter… Sie sind so mystisch und geheimnisvoll und füllten Sagen und Geschichten vergangener Jahrhunderte. Wie es sich um die Lichttänze von Sonne und Magnetismus wirklich verhält,
Bottensee und Kvarken Archipel - Durchatmen
Kemi – Magie des Winters Unser nächster Halt war Kemi in Finnland. Die Stadt ist bekannt für ihr Eisschloss. Viel Information zur Stadt, zur Geschichte Skandinaviens, ganz kreativ und anschaulich, gab es vor jeder neuen Destination, vor jedem Ausflug, jeder Stadt durch Dr. Arne Kertelhein aber auch dem Expertenteam der Hanseatic spirit. So waren wir gut vorbereitet für unsere individuellen Entdeckertouren. Umgeben von schneebedeckten Bäumen und der Stille des Waldes genossen wir den Bummel durch die Stadt.
Rauma – Historische Schönheit Nach einer weiteren Nacht auf See erreichten wir Rauma, eine Stadt, die für ihre gut erhaltene Altstadt bekannt ist. Hier schlenderten wir durch die engen Gassen, bewunderten die bunten Holzhäuser und besuchten lokale Handwerksläden. Der Winter hatte die Stadt in eine ruhige, fast magische Atmosphäre gehüllt.
Rovaniemi – Das Tor zum Weihnachtsmann
Einige folgten dem Ausflug zur Heimat des Weihnachtsmanns. Das Santa Claus Village ist wirklich sehenswert und wunderschön! Da wir den Weihnachtsmann von Rovaniemi mit seinem Dorf am Polarkreis schon kennen, blieb Zeit für all die Annehmlichkeiten des Schiffes. So genossen wir die winterliche Landschaft bei einem Saunaaufguss mit Blick auf die verschneite Stadt.
Residenz für Eisprinzessinnen – Augenweide im Schnee
Märchenhaftes Kopenhagen Nach einer weiteren Nacht auf See erreichten wir Kopenhagen, die dänische Hauptstadt lag im leichten Nebel vor uns und enthüllte langsam ihre historische Shiloutte. Sehr früh am Morgen begrüßte uns eine freundliche einheimische Reiseleiterin im Bus. Unsere Rundfahrt durch die angrenzenden Stadtteile zu den geschichtsträchtigen Schlössern konnte beginnen. Entlang unserer Schlössertour reihten sich schon bald, wie auf einer Perlenschnur wunderschöne weiße Villen vor uns auf. Mit jedem Schritt, den wir in die Straßen und Alleen der Gegend setzten, spürten wir die Erhabenheit dieser königlichen Metropole. Die Farben der Häuser prägen das gesamte Stadtbild und wechseln sich vom Weiß, Rot oder Schwartz harmonisch ab. Eine Kulisse, wie sie hätte für einen Film nicht besser sein können. Apropos Film: Am Haus der Schriftstellerin Karen Blixen fuhren wir natürlich auch vorbei. Nach ihrer tragischen Rückkehr von Kenia nach Kopenhagen in das Haus ihrer Mutter, fing sie mit dem Schreiben an, ihr Schaffen ihrer weltberühmten Werke zieht sich bis heute durch die Büchereien - bis hin zum mit acht Oscars preisgekrönten Film „Jenseits von Afrika“.
Nord-Ostsee-Kanal Malerische Kulisse – Tiefenentspannte Stimmung mit Kurs auf Hamburg
Bilder, Stimmungen und Eindrücke begleiten uns während wir im Zeitlupentempo den Nord-Ostsee-Kanal hinunterfahren. Was für ein unvergessliches Winterabenteuer durften wir hier mit der Hanseatic spirit erleben. Mit der links und rechts vorbeiziehenden Kulisse der Landschaft mit ihren am Ufer liegenden schmucken Häusern ziehen wir unser Fazit: Diese Winterexpedition zum Bottnischen Meerbusen war wirklich eine gute Entscheidung, so ein unvergessliches Erlebnis halt lange nach. Die Kombination aus atemberaubenden Landschaften, kulturellen Entdeckungen und dem faszinierenden Schauspiel der Polarlichter machte unsere Winterreise zu etwas ganz Besonderem. Wir können nur jedem empfehlen, diese magische Region im Winter zu erkunden – es ist ein Abenteuer, das es lohnt zu wiederholen – vielleicht auch einmal im Sommer. Diese Expeditionskreuzfahrt ab Hamburg nach Finnisch Lappland war ein unvergessliches Erlebnis. Die Kombination aus atemberaubenden Landschaften, kulturellen Entdeckungen und aufregenden Aktivitäten machte die Reise zu einem wahren Abenteuer mit Erholungseffekt. Wir können jedem nur empfehlen, diese magische Region zu erkunden. Das einzige was wir vermisst haben, war mehr Zeit um zu verweilen - zum Glück gibt es in Leipzig Reudnitzer Reisen, ein Reisebüro in dem das Motto „Wir schenken euch Zeit“ Philosophie ist!
Möchten Sie nähere Informationen zu dieserKreuzfahrt? Dann vereinbaren Sie mit Ihren Reiseberater einen Termin, wir freuen uns auf Sie!